Ciao bella Roma!

Rom ist einfach wundervoll. Warum ich mich in diese Stadt verliebt habe? Lest jetzt meine Erfahrungen in dieser einzigartigen Stadt!

  1. Tag: Kolosseum und die Gay Pride
  2. Tag: Trevi Fountain, Campo di Fiori, Piazza Navona, Pantheon, Piazza di Spagna
  3. Tag: St. Peters Basilika, Engelsburg, Tiberinsel, Piazza di Popolo
  4. Tag: Romeow Cat Café, Gasometro, Pyramide, Trastevere

Es waren nicht nur die Straßen, die mich entzückten, nicht nur die Architektur, die mich beeindruckte. Es war nicht nur die käsige Pizza an der Spanischen Treppe, nicht allein die wunderbare Pasta in Trastevere, oder das delikate Eis am Trevi Brunnen. Nein, es waren auch nicht allein die Farben, das satte Orange der Fassaden, das helle Blau der Motorroller oder der riesigen Eingangstore, nicht nur das fruchtbare Grün der in den Himmel empor klimmenden, prachtvollen Zypressen.

Es war die Gesamtheit all dieser Dinge. Das Wetter. Die ältliche Frau am Fenster. Der Straßenmaler vor der St. Peters Basilika. Die zwei Frauen in Villa Borghese, die uns den Weg zum Giardina degli Arana beschrieben. Es war der Nutella Burger bei McDonalds und der Mann, der seiner Liebsten am Fuße der spanischen Treppe den Antrag machte. Es waren die Möwen und die Tauben, die Tiber und die Engelsbrücke. Es war der Sonnenuntergang am Piazza del Popolo, das Licht, das Villa Medici umgab. Es waren die Ausblicke und die alten, ruckelnden Straßenbahnen. Es waren die romantischen Cafés und verspielten Brunnen. Das prachtvolle Spiel der Musiker im Pantheon, die Gay Pride im Lichterglanz vor dem Kolosseum und der belebte Markt Campo de Fiori.

Ich kann nicht glauben, wie schnell unsere Tage in Rom vorbei waren. Wir übernachteten in der Villa Torlonia, dem Hotel mit dem wohl schlechtesten WLAN überhaupt. Es war relativ zentral gelegen, in einer ruhigen Straße und unser Zimmer hatte ein sehr großes Fenster mit Blick auf die anderen Villen der Straße. Morgens läuteten Kirchenglocken und die Sonne weckte uns sanft mit angenehmen 22 Grad Celsius und Mittags konnten die Temperaturen bis auf 33 Grad Celsius ansteigen.


  1. Tag: Kolosseum und die Gay Pride


Nachdem wir in unserem Hotel eingecheckt hatten gelangten wir mit der Metro von der Station Policlinico mit der Linie B Richtung Laurentina zum Kolosseum, dessen Metro Station natürlich auch nach dem grandiosen Bauwerk benannt worden war. Wir traten aus dem Metro Tunnel ins Licht und direkt vor uns überragte das zwischen 72 und 80 n. Chr. errichtete Kolosseum alle umliegenden Gebäude in all seiner Pracht und verschlug mir wahrlich den Atem. Unglaublich, das 42 Meter hohe Gebäude war einfach riesig; aber hier mussten ja schließlich auch 50.000 Menschen Platz finden. Im sanften Licht des nahenden Sonnenuntergangs wirkte die Kulisse einfach magisch.

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Am Abend aßen wir in einem Restaurant direkt gegenüber des Kolosseums unsere erste italienische Pizza und im Anschluss besuchen wir die Gay Pride zwei Straßen weiter. Die Straße des Fests war mit einer langen Lichterkette überdacht, die den Weg zum Kolosseum andächtig glitzernd wies. Wir kämpften uns durch die Menschenmengen bis zur Bühne und ließen die Stimmung auf uns wirken; die Menschen waren alle freudig erregt, sie (hauptsächlich männlich) tanzten eng umschlungen und auch Nicolas und ich wiegten uns im Takt zur Musik, ein Mix aus aktuellen Hits und Techno Bässen. Die Atmosphäre war belebend, irgendwie andächtig und locker. Noch immer aufgeregt verließen wir irgendwann die Gay Street und machten uns auf den Weg zurück ins Hotel, nur um dort sofort völlig erschöpft ins Bett zu fallen.

2. Tag: Trevi Fountain, Campo di Fiori, Piazza Navona, Pantheon, Piazza di Spagna

Unseren ersten Morgen in Rom begannen wir mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel, das vor allem aus süßen Backwaren, die meist mit Nutella oder Pudding gefüllt waren, bestand. Sehr zu meiner Freude, denn ich esse nur süß zum Frühstück. Anschließend machten wir uns auf dem Weg zur Metro, um mit der Linie B Richtung Laurentina zum Termini zu fahren. Dort stiegen wir in die Linie A Richtung Battsitini und stiegen an der Station Barberini aus, um uns den Trevi Brunnen anzusehen. Das Metro Netz war sehr einfach zu verstehen, da man nur zwischen den Linien A und B wählen muss, um eine bestimmte Destination zu erreichen. Als wir durch eine deutsche Reisegruppe, auf die wir stießen und der wir uns unauffällig anschlossen, schließlich zum Trevi Brunnen gelangten, war das Wasserspiel noch nicht aktiv, dennoch hausierte bereits eine große Menschenmenge vor dem Brunnen und posierte für Fotos, auf denen sie ihre Münzen in den Brunnen warfen. Übrigens wird das gesammelte Geld der römischen Caritas gespendet und dieses Jahr feierten die Römer den Rekord von 1,4 Millionen Euro, die innerhalb eines Jahres zusammengekommen waren. Auch Nicolas und ich waren jeweils eine Münze in den Brunnen, so heißt es doch, dass einem beim Wurf einer mit der rechten Hand über die Linke Schulter in den Brunnen der Wunsch erfüllt werde, man würde in Zukunft nochmal nach Rom zurückkehren. Im Anschluss an dieses wundervolle, aber dennoch touristische Spektakel machten wir uns auf die Suche nach einer Eisdiele, die uns verhelfen sollte „la dolce Vita“  zu schmecken. Bei „Blue Ice“ kauften wir uns jeder 2 Kugeln Eis und es stellte sich kurz darauf als eine wahre Herausforderung heraus, sich nicht mit schmelzendem Eis zu bekleckern. Leider scheiterte ich dabei kläglich, mein Eis hatte nämlich entschieden, meinem neuen Kleid etwas mehr Pepp zu verleihen. Wie Nicolas sich so anstellte kann ich nur erahnen, so war ich doch völlig eingenommen, mein klebriges Schlamassel so gut es ging zu entfernen. Das Eis war zugegebenermaßen köstlich, dennoch würde ich sagen, dass die stolzen acht Euro es sehr schwer im Magen liegen ließen…

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Wir führten unseren Weg schließlich weiter am Largo di Torre Argentina, einem Platz voller Ausgrabungen, der mittlerweile fast vollständig von streunenden Katzen eingenommen worden ist. Derzeit leben dort um die 150 Katzen, die jeden Tag von freiwilligen Helfern der Cat Sanctuary gefüttert werden. Daraufhin kamen wir am Monumento a Vittorio Emanuele II vorbei, und gingen Richtung Campo de Fiori, wo wir nicht umhin kamen, auf dem bunten Markt einen Becher frischen Obstes zu kaufen und auf dem Weg zum Piazza Navona zu naschen. Dort angekommen machten wir eine kurze Rast und beobachteten die frechen Möwen, die sich laut brüllend über unseren Köpfen gegenseitig jagten. Angeblich soll es mittlerweile an die 40 Tausend Möwen in Rom geben, die den Touristen oftmals ihre Eistüten klauen. Anschließend begaben wir uns auf den Weg zum Pantheon, das uns mit einem wunderschönen Brunnen auf dem Vorplatz begrüßte. Auch hier tummelten sich die Menschenmassen, ab und zu musste man sich hier schon mal wegducken, sonst hätte man sich wohlmöglich noch eine Kopfverletzung durch den Selfie-Stab eines aggressiven Asiaten eingehandelt. Im Inneren des Pantheon schwangen wunderbare Klänge durch den Raum, verursacht durch eine Gruppe junger Männer, die mit ihren Instrumenten den großen Raum mit prachtvoller Musik schwängerten. Zu einer Seite fiel ein dicker Lichtkegel durch den Raum, der einige Menschen hell erleuchtete. Darunter auch Nicolas, der jenen Schein für das perfekte Selfie-Licht auserkor und eifrig Fotos von sich im Lichterspiel machte.
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Den Abend ließen wir schließlich an der spanischen Treppe ausklingen. Wir sahen uns den wunderbaren Sonnenuntergang über den Dächern Roms an und waren ganz stolz, uns keine einzige Rose von den eifrigen Rosenverkäufern angedreht haben zu lassen. Fallt auf keinen Fall auf die Masche „I´ll give it to you. It´s for free!“ rein, denn auch wenn sie euch die Rosen gegen euren Willen auf den Schoß legen, sind sie noch lange nicht wirklich umsonst. Diese Verkäufer sind wirklich hartnäckig, einfach ignorieren und ihnen nicht die Möglichkeit geben, die Rosen in eure Hände zu drücken. Nicolas und ich spazierten schließlich zu einem kleinen Restaurant oberhalb der Treppe, indem wir uns die zweite römische Pizza gönnten. (Man ist schließlich nicht immer in der Hauptstadt des köstlichsten Nahrungsmittels der Welt!) Die Kellner waren überaus freundlich und wir ließen die schier endlos langen Fäden, die der Pizzakäse beim Abbeißen zog, auf uns wirken. Mit vollen Mägen von fantastischem italienischem Essen schliefen wir später im Hotelzimmer seelenruhig ein, in Gedanken bereits beim nächsten Tag.

3. Tag: St. Peters Basilika, Engelsburg, Tiberinsel, Piazza di Popolo


Am dritten Tag machten wir uns ohne Frühstück auf zur Vatikanstadt. Als wir an einem Mcdonalds vorbeikamen, entschieden wir uns für ein Frühstück to go, das wir über die neuartigen Touchscreens bestellten. Ich nahm einen mit Nutella gefüllten Burger, etwas Ananas und eine Apfeltüte, sowie einen grandiosen Cappuccino (wirklich, von Kaffee verstehen die Italiener was!) Das war vermutlich die günstigste Weise in Rom zu frühstücken. Gerade mal 5 Euro habe ich ausgegeben. Mit zwei großen Tüten machten wir uns also auf den Weg zum St. Peters Platz, nur um festzustellen, dass dieser von Touristen nur so wimmelte. In der prallen Sonne standen sie Schlange, um Einlass in die berühmte Vatikanstadt zu bekommen. Nicolas und ich distanzierten uns etwas von diesem Schauspiel und nahmen unser Frühstück an einer wunderschönen, schattigen Treppe mit Blick auf den St. Peters Platz und der schwitzenden Menge ein. Dort verweilten wir etwas, bis wir entschieden hatten, uns nicht zu der wartenden Menge zu gesellen, sondern lieber weiter zur Engelsburg zu gehen. Diese war ganz einfach zu erreichen und auch hier wimmelte es nur so von Touristen, die Einlass in das Museum haben wollten. Übrigens ist der Eintritt für Architektur- und Pädagogikstudenten kostenlos! Jedoch müsst ihr einen Studentenausweis dabei haben, der euren Studiengang belegen kann. Auf meinem steht leider nur drauf, in welchem Semester ich bin und wie lange der Ausweis gültig ist, daher wurde mir kein kostenfreier Einlass geboten. Im Anschluss an diese ernüchternde Pleite gingen wir ohne Museumsbesuch weiter und gelangten schließlich zu einem meiner persönlichen Highlights dieser Reise: „Italian Sweety“, eine moderne Eisdiele in einer Seitenstraße unweit des Campo di Fiori, in der man sich das Eis mit einer Vielzahl unterschiedlicher Toppings, wie z.B. Oreo Cookies, heißer Nutella Soße oder Erdbeeren und Schokostreuseln bestreuen könnte. Nicolas ließ sich dort einen Nutella-Kokos-Protein-Milkshake zubereiten, während ich mir Kinder Bueno und Oreo Softeis aus einem Automaten zog, und mit Oreo Keksen, Erdbeeren, sowie weißer Schokoladensoße und ein paar Streuseln bedeckte. Man zahlte nach Gewicht und es war sogar relativ kostengünstig. Und unglaublich lecker. Allein dafür würde ich noch einmal nach Italien reisen! Frisch gestärkt führte unser Weg uns dann zur Isola Tiberina, einer wunderschönen kleinen Insel auf der Tiber, auf der sich ein kleines, uriges Hospital befand. (Also wer hier nicht genas, wo sonst?!) Es war einfach wunderschön, zumal das Wasser der Tiber am Fuße der Insel zu tanzen schien und wild darum herum prasselte. Ein magisches Schauspiel.
Unser Abendessen gestalteten wir heute etwas kostengünstiger, so setzten wir uns mit Speisen von Burger King an den Brunnen des Plaza di Popolo und genossen die Stille und die vereinzelten Sterne am Himmel.

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4. Tag: Romeow Cat Café, Gasometro, Pyramide, Trastevere


Man sagt ja, das Beste komme zum Schluss. Wie wahr! Am letzten Tag fuhren wir zum Frühstücken zum Romeo Cat Café; ein wunderschönes Café, eingerichtet im Stil des Shabby Chics in den Farben Türkis, Weiß, Braun. Einfach wunderschön. An den Wänden hingen große Bilder von interessanten Zeichnungen, die alle natürlich Katzen zeigten. (Katzen mit Brillen, Katzen mit Schnurrbart, bunte Katzen…) Wir bestellten uns zwei vegane Kuchen und ich nahm gerade Kontakt zu einer kleinen, schwarz-weißen Babykatze auf, als uns die Kellnerin die Kuchen brachte. Und er war göttlich, der beste Kuchen, den ich je gegessen hatte und wahrlich auch der teuerste. (Mein Stück kostete saftige 7,50€!!) Ich hatte mir einen veganen Käsekuchen mit Himbeere Topping bestellt und Nicolas einen veganen Schokoladenkuchen. Die Katzen waren überhaupt nicht an unseren Speisen interessiert, viel eher forderte ein ca. 2,5 Meter hoher Baumstumpf mit Ästen, der als Kratzbaum neben dem breiten Schaufenster diente, ihre volle Aufmerksamkeit. Zwei Katzen lieferten sich ein knallhartes Rennen, sprangen von Ast zu Ast und liefen über die Wandregale zu ihren Lieblingsplätzen über den Köpfen der Gäste. Ein absolutes Spektakel, so aufgeregte Katzen hatte ich lange nicht mehr erlebt. Insgesamt wurden die Gäste des Cafés von ca. sieben Katzen unterhalten. Nicolas kam außerdem endlich in den Genuss ultraschnellen WLAN´s, sodass ihn die Wirkung der lebhaften Katzen gänzlich verfehlte.
Im Anschluss gingen wir zum Gasometer Roms, einem gigantischen Stahlgerüst, das ca. 92 Meter in die Höhe ragte und damit das höchste in ganz Europa ist. Es wird heutzutage nicht mehr genutzt, doch zu Events, wie etwa der „White Night“ erstrahlt das Gerüst in weißem Licht. Neben dem höchsten der Gerüste, stehen noch einige andere und geben ein einzigartiges Bild ab.
Auf dem Weg nach Trastevere gingen wir außerdem an der Cestius Pyramide vorbei, die ca. 2.000 Jahre alt und ca. 36 Meter hoch ist. Sie entstand nach der Eroberung Ägyptens durch den Kaiser Augustus. In dieser Zeit war die ägyptische Kultur in Rom in Mode und viele Römer ließen sich Pyramiden als Grabstätten bauen. Heute steht nur noch die Cestius Pyramide, die erst vor kurzem noch einmal grundlegend restauriert worden ist. In Trastevere angekommen, begannen wir den Anstieg auf den Monte Gianicolo. Nachdem wir einige Zeit lang nur Treppen gestiegen waren, fanden wir einen dschungelartigen Weg, der uns auf eine weite Lichtung führte, an deren Ende das Gianicolense Mausoleum Monument stand. Es ist von Jacobucci 1941 zu Ehren der Gefallenen bei der Verteidigung Roms im 19. Jahrhundert errichtet worden. Unser Weg führte uns weiter zum Parkausgang von Villa Pamphili, von wo wir eine atemberaubende Aussicht über Rom erhaschen konnten. Danach ging es in Serpentinen hinab in die Altstadt Trastevere, wo wir eine angenehme Rast in einem der vielen urigen Bistros einlegten, um italienische Pasta zu kosten. Diese war einfach vorzüglich und am Ende erhielten wir sogar einen Absacker, der nach Zitrone schmeckte. Ich bekam ihn fast ohne das Gesicht zu verziehen runter! Im Anschluss machten wir uns erneut auf den Weg, um uns an unserem letzten Abend vom Kolosseum zu verabschieden, das uns im Licht der Abendsonne fast einen Gruß zurückzuschicken schien, erstrahlte es doch heller denn je, als Nicolas und ich Hand in Hand die Mauern abgingen, um jeder einzelnen, wunderbaren Sekunde in dieser prächtigen Stadt zu gedenken.

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