Moin, Hamburg!

Hamburg. Eine ganz einzigartige, vielseitige Stadt, die ich mit Hife von waschechten Hanseaten kennenlernen durfte. Zusammen mit Freunden aus Hamburg durchkämmte ich die Speicherstadt, den Hafen, den Kiez und das Schanzenviertel! Und es war eine ganz sagenhafte Erfahrung, die ich gerne mit euch teilen möchte. Viel Spaß beim Lesen!

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Inhalt

Mönckebergstraße und Spitalerstraße
Der Jungfernstieg
Die Landungsbrücken
Elbphilharmonie und Speicherstadt
Planten un Blomen
Das Schanzenviertel
Auf dem Kiez
Der Alte Elbtunnel
Der Stadtpark

Donnerstag Abend bin ich mit dem ICE von Wuppertal nach Hamburg gefahren und hatte somit Freitag, Samstag, Sonntag und Montag, um die wunderschöne Stadt Hamburg zu erkunden. Untergebracht war ich bei meinen Freunden in Harburg, somit war die Unterkunft für mich komplett gratis!

Mönckebergstraße und Spitalerstraße

Am ersten Tag liefen wir über die berühmte Mönckebergstraße, um ein paar Einkaufsmöglichkeiten zu nutzen. Unter Anderem gibt es einen super tollen Laden namens „LUSH“, der handgemachte, tierversuchsfreie Kosmetikartikel verkauft. (Die riechen einfach so unfassbar gut!)

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Die breite Gasse läd zum Shoppen und Verweilen ein, außerdem gelangt Ihr über sie perfekt zur Binnenalster am Jungfernstieg und zu den Alsterarkaden. Parallel zur lebhaft pulsierenden Einkaufsstraße gibt es außerdem die Spitalerstraße, eine ebenfalls sehr beliebte Shoppingmeile, über die wir auf den Gerhart-Hauptmann-Platz kamen. Dort fanden wir das Bistro „Söhne Hamburgs-Coffee Shop and more“, eine super coole Location mit gesunden Säften und Salaten!

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Hier findet Ihr die Facebook Seite der Söhne Hamburgs.

Der Jungfernstieg

Von dem, wie die Hamburger zu sagen pflegen, „tschicken“ Lokal aus machten wir uns über den Ballindamm auf zum Jungfernstieg. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf die Binnenalster und ihrer Alsterfontäne bis zur Lombardbrücke.

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Hier seht Ihr den beliebten Steg mit seinen Lokalitäten
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Panorama des Jungfernstieg mit dem „tschicken“ Hotel Vier Jahreszeiten
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Auf der linken Seite seht ihr die Alsterarkaden

Gegenüber des sehr angesagten Lokals „Alex“, das direkt am Ufer der Binnenlaster liegt befinden sich die Alsterarkaden, eine wunderschöne Einkaufspassage die an ein kleines Venedig erinnern. Aufgrund ihrer durchgehenden arkadienartigen Überdachungen gleicht sie den Gebäude auf dem Markusplatz in Venedig enorm. Entlang des Alsterfleets kann man die Elbe erreichen. Außerdem siedeln sich die luxuriösesten Shops an den Alsterarkaden an. Hamburgs Luxusmeile beherbergt unter Anderem Burberry, Armani, Louis Vuitton und Co. Nicht verpassen solltet Ihr außerdem das wunderschöne Rathaus auf der gegenüberliegenden Seite der kleinen Alster.

Die Landungsbrücken

Von der U-Bahn-Haltestelle „Jungfernstieg“ nahmen wir die Linie S3 zur Station „Landungsbrücken“. (Ihr könnt aber auch die S1 nehmen) Dort angekommen empfing uns der Hafen mit frischem Wind und gleißendem Licht. Von hier aus könnt Ihr wunderschöne Hafenrundfahrten machen und mit dem Katamaran nach Helgoland fahren.

Kleiner Tipp: Die HADAG-Fähre 62 könnt Ihr mit dem normalen HVV-Ticket nehmen! Das heißt, als Touri könnt ihr die Fähre einfach mit eurem Tagesticket nehmen, ohne extra noch draufzuzahlen.

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Von der U-Bahn-Station aus lauft Ihr direkt auf den zentralen Teil der Landungsbrücken zu und findet dort den großen Pegelturm mit seiner grünen Kuppel, der mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Er informiert Euch nicht nur über die Uhrzeit, indem seine Glocken zur jeden vollen und halben Stunde ertönen, sondern auch über den Pegelstand der Norderelbe.

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Hier könnt Ihr das bunte Treiben an den Landungsbrücken und im Hamburger Hafen per Lifestream rund um die Uhr verfolgen und könnt schon mal vorab einen Blick auf die gegenüberliegenden Werftanlagen werfen.

Elbphilharmonie und Speicherstadt

Von den Landungsbrücken aus kommt Ihr sehr einfach am Hafen entlang zur Speicherstadt, die meiner Meinung nach eins der schönsten Highlights von Hamburg darstellt. Außerdem lauft Ihr dabei an der Elbphilharmonie vorbei, die tatsächlich erst vor Kurzem fertiggestellt worden ist.

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Von der öffentlichen Aussichtsplattform „Plaza“ aus habt Ihr auf 37 Metern Höhe einen Rundumblick auf die Stadt und den Hafen. Täglich von 9 bis 24 Uhr habt Ihr die Möglichkeit, Euch an dem wundersamen Hafenspiel zu ergötzen und das Beste ist: Bei einem Besuch am selben Tag gibt es die Tickets komplett kostenlos. Diese sind am Plaza-Ticket-Automaten zu erstehen.

Hier bekommt Ihr den atemberaubende Blick vom Dach der Elbphilharmonie vorab geboten.

Die Speicherstadt ist der größte Lagerhauskomplex der Welt und steht seit 1991 unter Denkmalschutz. Außerdem stehen die Lagerhäuser auf tausenden von Pfählen im Wasser und sind jeweils nur auf einer Seite an die Straße angebunden. Heute beträgt die Nutzfläche der Speicherstadt etwa 630.000 Quadratmeter. Vom Hamburger Hauptbahnhof erreicht Ihr die Speicherstadt über die Bahn Linien U1, U3 und U4.

Nicht verpassen: In der Speicherstadt steht ein wunderschönes Wasserschlösschen auf einer Insel im Wasser zwischen den Lagerhäusern. Jenes ist als Teekontor bekannt und beherbergt in deckenhohen Regalen über 250 Tees aus aller Welt. Und diese werden dort nicht nur getrunken, sondern landen auch auf den Tellern der Gastronomie.

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Auch wenn Ihr keine Lust habt, in das Schloss hineinzugehen, um die exotischsten Teesorten zu entdecken, bietet der Blick auf das Schloss einfach eine wunderschöne Kulisse, quasi ein Traum für jede Fotografen-Seele!

Planten un Blomen:

Hamburgs grünes Herz schlägt definitiv im Planten un Blomen Parkgelände. Hier könnt Ihr den Alten Botanischen Garten Hamburg und einen der größten Japanischen Landschaftsgärten Europas entdecken. Besonderes Highlight sind auf jeden Fall die Wasserlichtkonzerte von Mai bis Ende August jeden Abend um 22 Uhr. Was wann gespielt wird könnt ihr praktischerweise im Veranstaltungskalender der Website Planten un Blomen nachsehen. Hier gelangt Ihr auf ihre Website.

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Das Schanzenviertel

Das Schanzenviertel fand ich ganz besonders und macht einen Großteil von Hamburgs Vielseitigkeit aus! Das Szenenviertel setzt sich hauptsächlich aus Boutiquen, Restaurants, Cafés zusammen, außerdem gilt sie als die Partymeile schlechthin. Die Hanseaten nennen das Viertel im Allgemeinen nur „Schanze“. Tatsächlich ist das Altbauviertel sehr alternativ und versprüht einen ganz eigenen Charme. Ich habe mich super hip gefühlt, als ich mit einer diesen Gruppe (Freunde von Freunden von Freunden) durch die angesagten Straßen lief. Die Häuser Fassaden waren mit lebendigen Bilder bemalt, was eine so freundliche und offene Atmosphäre schuf, dass ich sofort das Gefühl hatte, die Welt ließe nur Platz für positive Emotionen.

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Wir haben schließlich Plätze in einer super trendy Bar gefunden, der Sofa Bar. Die Facebook Seite, auf der Ihr vollständige Adresse und Öffnungszeiten finden könnt, findet Ihr hier. Wie der Name schon verrät, hier bestellte man vom Vintage Sofa aus und alte Kronleuchter und Stehlampen spendeten uriges Wohnzimmerlicht. Bestellt habe ich dort einen Zimt Caipirinha, der ehrlich gesagt doch etwas gewöhnungsbedürftig war 🙂

Nach einem kurzen Lokal Wechsel fanden wir uns zusammen mit einigen anderen Hamburger Freunden im „Park Café“ wieder, wo wir uns jeder einen veganen Burger als Grundlage zum späteren Feiern bestellten. Leider war das Lokal zu kostspielig, um es in die weitere Abendplanung einzubeziehen, sodass wir daraufhin im REWE um die Ecke einige Spirituosen kauften.

Anschließend gingen wir mit unserem flüssigen Proviant in den Schanzenpark, welcher sich direkt hinter der U-Bahn Station „Sternschanze“ befand und setzten uns in einer freundlichen Runde vor das berühmte Mövenpick Wasserturm Hotel, um wie so viele andere Hamburger um uns herum den Abend zu genießen. Die Atmosphäre war so locker und fröhlich, dass ich mutmaßte, die Hamburger würden es dort sehr leicht haben, den stressigen Alltag von sich zu streifen, um zur Ruhe zu kommen.

Auf dem Kiez

Vom Schanzenpark aus machten wir uns auf den Weg zum Kiez. In Hamburg wird das Vergnügungsviertel rund um die Reeperbahn mit den umliegenden Straßen wie dem Hans-Albers-Platz, der Großen Freiheit, dem Hamburger Berg, der David-, Tal- oder der Herbertstraße als „Kiez“ bezeichnet.

Dabei ist die Herbertstraße allerdings für Frauen gesperrt, denn es handelt sich dabei um eine Bordellstraße, die nur zu Fuß und durch zwei Sichtblenden hindurch betreten werden kann. Nicht, dass mich das davon Abgehalten hätte, mal kurz hindurch zu huschen, um Euch einen ganz genauen Eindruck vom Kiez zu verschaffen. Blöd war nur, dass die Prostituierten alle mit Wasserpistolen ausgerüstet waren, um neugierige Frauen wie mich sofort zu verscheuchen. Zusammen mit den entrüsteten Ausrufen „Das hier ist mein Job, mach das du wegkommst, Bitch!“ war das für mich also wirklich nicht unbedingt das schönste Vergnügen, aber für meine lieben Leser nehme ich in Kauf, mal nass gemacht zu werden! 🙂

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Das hat mich natürlich nicht aufgehalten!

Mal abgesehen von der Herbertstraße gab es wirklich tolle Bars und Nachtclubs, die wir an dem Abend besuchten. Sogar der ein oder andere Sex Shop musste mit unseren neugierigen Blicken vorlieb nehmen. An diesem Abend (äh…nacht, …morgen..?!) kamen wir erst um halb fünf morgens, nassgeschwitzt und mit lauter Blasen an den Füßen vom vielen Tanzen ins Bett, aber es war einer der tollsten Abende, die ich bis jetzt erleben durfte!

Der Alte Elbtunnel

Den Besuch des alten Elbtunnels war viel besser als in meiner vorherigen Vorstellung. Tatsächlich war schon allein der Blick in die Tiefe vom obersten Treppenabsatz phänomenal. Sowohl Treppen als auch Fahrstühle bringen Fußgänger und Radfahrer in die Tiefe. Autos dürfen den Tunnel nur an Wochentagen zwischen 8 und 18 Uhr nutzen, indem sie von hydraulisch betriebenen Fahrkörbe in die Tiefe und zurück transportiert werden.

Der Tunnel verbindet die Landungsbrücken mit dem Hafengebiet in Steinwerder auf einer Strecke von 426,5 Metern in ca. 24 Metern Tiefe. Um 1911 diente der Tunnel nur den Hafen- und Werftarbeitern, um Ihnen den Weg zur Arbeit zu erleichtern.

Da der Tunnel momentan renoviert wird, steht nur eine Röhre zur Verfügung. Sie ist Richtung Steinwerder von 8 Uhr bis 13 Uhr befahrbar, in umgekehrter Richtung von 13 bis 18 Uhr. Das heißt, Fahrradfahrer, die in die entgegengesetzte Richtung möchten, müssen ihr Fahrrad schieben.

Der Stadtpark

Der Stadtpark in Winterhude ist mit knapp 150 Hektar die drittgrößte Grünfläche der Hansestadt und dient zur Erholung und Freizeitbetätigung. Besonders die Liegewiese wird als zentraler Ort im Park von den Hanseaten, als auch von Touristen von überall her exzessiv genutzt. Außerdem gibt es alljährliche Stadtparkkonzerte, bei denen auch Musikfreunde auf ihre Kosten kommen. Darüberhinaus lädt der Stadtparks zum Stand-Up-Paddling, Paddeln, Kanu- und Tretbootfahren ein und das direkt angrenzende Freibad lädt zum Schwimmen für Groß und Klein ein. Am Besten kommt Ihr hier in der Woche her, denn als wir Sonntags dort waren, um uns Paddelboote auszuleihen, mussten wir 2 (!!!) Stunden dafür anstehen, weil der Andrang so groß war.

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Besonders beeindruckend fand ich den Blick auf das Planetarium, das früher noch als Wasserturm fungiert hat. Es fügt sich vom architektonischen Ambiente perfekt in das Naturbild ein und bietet eine weitere Anlaufstelle für mögliche familiäre Unternehmungen.

Kleiner Tipp: Von der Dachterrasse des 70 Meter hohen Gebäudes hab Ihr einen wunderschönen Ausblick über den Stadtpark!

Der Stadtpark ist durch die U-Bahnstationen „Borgweg“ und „Saarlandstraße“ der U3 und die S-Bahnstation „Alte Wöhr“ der S1 leicht erreichbar.

Ich hoffe, Ihr könnt Eure nächste Reise nach Hamburg mit meinen Tipps und Erfahrungswerten noch verschönern und dass Euch dieser Beitrag dabei vielleicht eine kleine Hilfe war. Falls Ihr noch Anregungen habt oder findet, es würde etwas ungemein Wichtiges in diesem Beitrag fehlen, schreibt es mir gerne in die Kommentare!

Bis dann, Eure Jasmine!


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