Als Statistin auf einer inszenierten Hochzeit

Komischer Titel. Ich hätte genauso gut schreiben können: „Zu Gast bei einer Fake-Hochzeit!“ oder irgendwas anderes Reißerisches. Macht auf jeden Fall schon mal neugierig, oder?

Im September letzten Jahres durfte ich an einer freien Trauung partizipieren, bei der ein verlobtes Pärchen ihre Hochzeit „testen“ konnten. Sie hatten an einem Gewinnspiel auf Facebook mitgemacht und eine wunderbare Location mit Livemusik, einem Hochzeitsfotografen, einer Hochzeitstorte, das Brautstyling und einer professionelle Treurednerin gewonnen. Meine Freunde und ich durften Hochzeitsgäste spielen, Sekt schlürfen und Torte essen. Das ganze war mehr oder weniger zu Werbezwecken und Vernetzung der einzelnen Hochzeitsdienstleister, die an diesem Abend ganze Arbeit leisteten.

Das ganze wirkte weniger gestellt, als ich zuerst erwartet hatte. Das Pärchen war sehr aufgeregt, aber die Stimmung war wirklich angenehm, alle Gäste schienen dankbar, diesem zugegebenermaßen etwas speziellerem Anlass beiwohnen zu dürfen. Bei Betreten der Außenanlage der Villa Media bekamen wir bereits Getränke angeboten und man durfte sich frei bewegen und umsehen. Die Location war der Wahnsinn! In der Mitte der Außenanlage lud ein viktorianischer Brunnen zum Verweilen ein, dahinter befand sich das gemütliche Zelt, in dem nachher die Trauung stattfinden sollte. Der Gang glitzerte nur so vor Lichtern und Kerzen, einfach traumhaft! Angrenzend an die reich dekorierte Grünanlage gelangte man in einen offenen Wintergarten mit wunderschönen Fenstern, die zur überdachten und beheizten Terrasse führten. Auf jener stand ein langer Tisch, herrschaftlich gedeckt, während die Hochzeitstorte im Stil á la „Naked Cake“ eher bescheiden meine Aufmerksamkeit forderte. Alles wirkte enorm stimmig, so als hätten sich alle Dienstleister genauestens untereinander verständigt, damit dieses Gesamtwerk entstehen konnte.

Die Trauung begann, als es langsam dunkel wurde und alles im Glanz erstrahlte. Die Sängerin Vera begleitete die Braut auf dem Weg zum Traualtar mit einem verträumten Lied. Nichts wirkte hier wirklich fake, das Paar, das getraut werden sollte, wirkte unendlich verliebt und während der Ansprache der Treurednerin musste ich sogar ein Tränchen verdrücken, so schön war das Ganze. Sarah von „Herzlich Heiraten“ hatte eine wunderbare, freie Rede vorbereitet und das Szenario wirkte gar nicht künstlich und steif, wie man vielleicht annehmen könnte. Ich fühlte mich nicht wie eine Fremde, eher wie eine gute Bekannte des Paares.

Das Highlight waren die 3D Brillen, die wir während der Trauung bekamen. Durch diese nahm jedes Licht die Form eines Herzens an. Phänomenal! (aber auch ein wenig kitschig) Hier wieder ein großes Lob an die Zeremonienmeistern Sarah von „Herzlich Heiraten“ für die umfangreiche, interaktive Gestaltung der Zeremonie.

Nach der Trauung setzten wir uns an den langen, pompös dekorierten Tisch und aßen die moderne Torte von „La petite confiserie“, alle unterhielten sich angeregt miteinander und schienen sich aufrichtig für das junge Paar zu freuen. Die Stimmung war durch die emotionale Trauung sehr ausgelassen und friedlich. Der Hochzeitsfotograf Thorsten war voll in seinem Element und hielt die besten Augenblicke mit seiner Kamera fest. Unten seht Ihr ein paar Eindrücke des Abends:

Insgesamt war das ein wirklich toller Abend, zumal es eine super interessante Erfahrung war, in einer Gruppe voller Fremden ein eher persönliches Fest zu feiern. Ich hatte sehr viel Spaß und freue mich sehr für Francesca und Tayfun! Hier nochmal alle wunderbaren Wuppertaler Hochzeitsdienstleister:


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